Rostocker Retabelkunst im 15. Jahrhundert

Von Wagner, Kathrin

Ludwig, Kiel, 2011. 224 S. m. 70 SW- u. 40 Farbabb. 27 cm, Gebunden

ISBN: 978-3-86935-004-2

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In Rostocker Kirchen sowie im Kulturhistorischen Museum der Hansestadt haben sich vier Hochaltarretabel des 15. Jahrhunderts erhalten. Diese beachtliche Anzahl, aber auch die Parallelen in Struktur, Anlage und Aufbau verdeutlichen die Besonderheit dieser Werkgruppe innerhalb des Wendischen Quartiers. Dabei erhielt jedes Altarwerk eine sehr individuelle Ikonographie, die genau auf den Aufstellungsort ausgerichtet wurde. Den Beginn dieses fruchtbaren Schaffens markierte um 1450 die Fertigstellung des Dreikönigsaltars, der eine seltene Kombination aus Figuren- und Szenenretabel darstellt und besonders durch westfälische, rheinländische und niedersächsische Einflüsse geprägt wurde. Dieses richtungsweisende Werk beeinflusste das künstlerische Schaffen in den Werkstätten der Hansestadt so maßgeblich, dass in der zweiten Jahrhunderthälfte Mal- und Schnitzwerke nicht nur für die Rostocker Kirchen, sondern auch für das mecklenburgische Umland und Südschweden produziert wurden.

Kathrin Wagner, geb. 1976, Studium der Kunstgeschichte und der Italianistik an der Berliner Freien Universität und an der Università degli Studi di Siena. Promotion 2008. Nach einer freiberuflichen Tätigkeit für die Besucherdienste der Staatlichen Museen und für die Antenna Audio GmbH unterrichtet sie Kunstgeschichte an der Cardiff University (Wales). Forschungsschwerpunkte: Malerei und Skulptur des Spätmittelalters im südlichen Ostseeraum und Skandinavien.



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