Das launische Gehirn

Lyrik und Kurzprosa

Von Sachs, Lessie

AVIVA, 2019. 320 S. 212 x 137 mm, GEB Maße: 13.7 x 21.2

ISBN: 978-3-932338-73-1

20,00 €

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Herausgegeben von Puschak, Christiana; Krämer, Jürgen. Mitarbeit: Puschak, Christiana; Krämer, Jürgen

Mal voller Humor und Selbstironie, mal nachdenklich und melancholisch: Die Gedichte der deutsch-jüdischen Schriftstellerin Lessie Sachs sind heute zu Unrecht nahezu in Vergessenheit geraten.
1896 in Breslau geboren, zog es Lessie (Valeska Luise) Sachs zur Aufnahme eines Kunststudiums in die damalige Kunstmetropole München. Wahrend der sich überschlagenden Ereignisse der Novemberrevolution 1918/19 in Bayern engagierte sich Lessie Sachs politisch, trat in die KPD ein und beteiligte sich an der Münchner Raterepublik. Die Niederschlagung der Raterepublik führte zu ihrer Verhaftung, Verurteilung und jahrelanger Beobachtung. Nach einem Gefangnisaufenthalt wurde sie aus Bayern ausgewiesen.

Ab 1930 veroffentlichte Lessie Sachs Gedichte und Kurzprosa in renommierten Zeitungen wie der Vossischen, dem Neuen Wiener Tagblatt und dem Simplicissimus. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten zerstorte ihre Hoffnungen auf eine Karriere als Schriftstellerin in Deutschland. 1937 emigrierte sie mit ihrem Mann, dem Pianisten und Komponisten Josef Wagner, und ihrer Tochter Dorothee nach Amerika, wo sie 1942 starb. Posthum veroffentlichte Wagner die "Tag- und Nachtgedichte" von Lessie Sachs 1944 mit einem Geleitwort von Heinrich Mann in den USA.
Mit diesem Band erscheinen zahlreiche ihrer Gedichte und Prosatexte erstmals in Buchform.



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