Zukunft im Süden

Wie die Mittelmeerunion Europa wiederbeleben kann

Von Leggewie, Claus

Edition Körber-Stiftung, 2012. 270 S. 20 cm, Kartoniert

ISBN: 978-3-89684-093-6

16,00 €

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"Die Krise des Südens, die auch eine Midlife-Krise der gesamten EU ist, muss zum Ausgangspunkt einer grundlegenden Reform werden, die die Erweiterung und Vertiefung der Union in einem neuen, euro-mediterranen Regionenverbund betreibt."

Gegen die vorherrschende Fatalität des Scheiterns setzt der Politik- und Kulturwissenschaftler Claus Leggewie einen realutopischen Gegenentwurf: eine neue Vision von Europa rund ums Mittelmeer. Eine neu verfasste EU hat das Potenzial, Alternativen für Energieversorgung und Finanzmärkte zu entwickeln, sich als Friedensstifterin in Nahost zu etablieren und nicht zuletzt: in aller Bescheidenheit ein demokratisches Modell für die Staaten anzubieten, die sich nach der arabischen Revolution zwischen laizistischen und islamistischen Regierungen entscheiden müssen.

Zukunft im Süden führt zu den Ursprüngen der europäischen Zivilisation im Mittelmeerraum zurück, sucht aktuelle Schauplätze im Süden Europas auf, analysiert verpasste Chancen der Mittelmeerunion und formuliert konkrete Vorschläge für eine europäische Friedens- und Entwicklungspolitik an den Grenzen "unseres Meeres"."Es geht um die Wege zu einer Union neuen Typs und deren Zukunftschancen, die auch ohne die aktuelle Krise zu ergreifen gewesen wären: Die überfällige Korrektur des chaotischen Finanzkapitalismus, dessen Irrwitz sich im Süden besonders drastisch gezeigt hat, möge sich verbinden mit der Energiewende in ganz Europa, dem entschiedenen und zügigen Umstieg von fossilen auf erneuerbare Ressourcen, also dem wichtigsten Transformationsprojekt seit der industriellen Revolution. Beides unterstützt die Autokraten-Dämmerung rund ums Mittelmeer und beflügelt eine Demokratiebewegung, die den Keim und Eckpfeiler einer transnationalen Bürgergesellschaft bildet. Es gibt Alternativen zur vermeintlichen Alternativlosigkeit eines fantasielosen Krisenmanagements."

 

Autor/in:

Claus Leggewie (Dr. disc. pol.) ist Professor für Politikwissenschaft und Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen.



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