Resonanz

Eine Soziologie der Weltbeziehung

Von Rosa, Hartmut

Suhrkamp, 3. Aufl. 2016. 816 S. 20,5 cm, Gebunden

ISBN: 978-3-518-58626-6

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Wenn Beschleunigung das Problem ist, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung. Dies ist, auf die kürzest mögliche Formel gebracht, die Kernthese des neuen Buches von Hartmut Rosa, das als Gründungsdokument einer Soziologie des guten Lebens gelesen werden kann. An seinem Anfang steht die Behauptung, dass sich die Qualität eines menschlichen Lebens nicht in der Währung von Ressourcen, Optionen und Glücksmomenten angeben lässt. Stattdessen müssen wir unseren Blick auf die Beziehung zur Welt richten, die dieses Leben prägt und die dann, wenn sie intakt ist, Ausdruck stabiler Resonanzverhältnisse ist.
Um dies zu begründen, präsentiert Rosa zunächst das ganze Spektrum der Formen, in denen wir eine Beziehung zur Welt herstellen, vom Atmen bis hin zu kulturell ausdifferenzierten Weltbildern. Dann wendet er sich den konkreten Erfahrungs- und Handlungssphären zu - etwa Familie und Politik, Arbeit und Sport, Religion und Kunst -, in denen wir spätmodernen Subjekte Resonanz zwar suchen, aber immer seltener finden. Das hat maßgeblich mit der Steigerungslogik der Moderne zu tun, die sowohl Ursache als auch Folge einer gestörten Weltbeziehung ist, und zwar auf individueller wie kollektiver Ebene. Denn auch die großen Krisentendenzen der Gegenwartsgesellschaft - Ökokrise, Demokratiekriese, Psychokrise - lassen sich resonanztheoretisch analysieren, wie Rosa in seiner Soziologie der Weltbeziehung zeigt. Als eine umfassende Rekonstruktion der Moderne in Begriffen ihrer historisch realisierten Resonanzverhältnisse wagt sie den Versuch, den Rahmen für eine erneuerte Kritische Theorie abzustecken.

"Lesen!"
DIE ZEIT 17.03.2016

Prof. Dr. Hartmut Rosa ist zurzeit Lehrstuhlvertreter für Politikwissenschaft an der Universität Augsburg und regelmäßiger Gastprofessor an der New School University, New York.

Autor/in:

Hartmut Rosa, geboren 1965, ist promovierter Politologe und wissenschaftlicher Assistent am Institut für Soziologie der Universität Jena und Affiliated Professor an der New School University in New York. Zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Politische Wissenschaften an der Universität Mannheim und Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung. Arbeitsschwerpunkte: neuere Sozialphilosophie, Zeitsoziologie und Globalisierung.



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