Perlen aus dem Meer der Weisheit

Von Omkarananda, Swami

Schwab (Heinrich) Verlag, 115 S., kartoniert

ISBN: 978-3-7964-0209-8

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Leben ist ein unermessliches Vergnügen. Wenn wir das wirklich erkennen, rückt die äussere Welt an ihren richtigen Platz. Lass dich von ein paar Dornen, von ein paar Fehlern und den Schwächen, die die Menschen haben, nicht irritieren, nicht stören, nicht frustrieren. Reagiere so, als gäbe es sie gar nicht - genauso, wie du dich gegenüber den Rosen benimmst.

Jemand bringt dir zwanzig Rosen und du stellst sie auf den Tisch. Du freust dich absolut über die Rosen und schaust sie immer wieder an. Du findest sie so schön. Aber unterhalb der Rosenblätter sind gefährliche Dornen. Du sagst, die Blumen duften, sie sind schön, aber von den Dornen sprichst du nicht, du bemerkst sie gar nicht. Du bist mehr als zufrieden, dass jetzt diese Rosen da sind, aber es ist dir nicht bewusst, dass etwas von deinem Lob auch die Dornen betrifft. Jeder im Haus spricht von den Rosen, aber niemand klagt über die Dornen und niemand entfernt sie. Nur wegen ein paar Dornen kannst du die Rosen nicht in den Mülleimer werfen. Du akzeptierst die Rosen, ohne auch nur an ihre Dornen zu denken.

Das Unglück ist nur, dass die menschliche Natur schlecht ist. Wenn jemand einen kleinen Fehler hat, wird dieser gleich übertrieben. Alles Gute wird sofort vergessen. Nicht nur vergessen, sondern bewusst übersehen.

Solange man die Dornen auch nur im Hinterkopf hat, wird es immer Schwierigkeiten geben.

Autor/in:

Dem Mystiker und Weisen Swami Omkarananda, geb. 1929 am Weihnachtstag, wurde schon im Kindesalter die Erfahrung der Allgegenwart, Allwisssenheit und Allmacht Gottes zuteil. Mit 16 verließ er seine Familie in Südindien und begab sich in den Himalaya zu Swami Sivananda, einem der großen Weisen unserer Zeit. Dieser erkannte die göttliche Natur des jungen Gottliebenden (er nannte ihn 'boy sage') und nahm ihn 1947 in seinen von Shankaracharya gegründeten Mönchsorden auf. Viele Jahre widmete sich Swami Omkarananda intensiv vergleichenden Studien aller Wissenschaften von Ost und West, um sich auf seine Mission vorzubereiten. Er schrieb zahlreiche Bücher, die auch große internationale akademische Anerkennung fanden. Die letzten 35 Jahre seines irdischen Daseins, von 1965-2000, lebte, lehrte und wirkte er in vollkommen selbstlosem, dynamischem Dienst an seinen Mitmenschen in Europa. Hier gründete er auch diverse gemeinnützige Institutionen. Leben und Werk sind Ausdruck seiner universalen Liebe, die sich immer in Taten manifestierte, seiner endlosen Geduld, seiner außergewöhnlichen Sprach- und Dichtkunst und seines umfassenden Verständnisses von Philosophie und Psychologie.



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