Die Gewalt

Von Wieviorka, Michel

HAMBURGER EDITION; TITEL, 2006. 229 S. 21,5 cm, Gebunden

ISBN: 978-3-936096-60-6

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Die Gewalt – so Michel Wieviorkas Untersuchung – war bis in die 1980er Jahre noch nicht die zentrale Figur des Bösen. Man sprach von sozialen Beziehungen und somit von Konflikten und erfasste das Gemeinschaftsleben im Rahmen der Nationalstaaten. Heute ist die Gewalt an die Stelle des Konflikts getreten, und die kulturellen Identitäten erzeugen Spannungen und Ängste. Terrorismus und Krieg siegen über die friedlichen Verhandlungen und vertiefen täglich das weltweite Politikdefizit, wobei sie die Ideologie von einem »Kampf der Kulturen « zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung machen. Die Gewalt entfaltet sich über diese Phänomene, sie stellt das Böse dar, und die große Frage lautet, ob es möglich ist, ihr das Gute entgegenzusetzen, und wenn ja, wie. Michel Wieviorka widmet sich der Analyse der veränderten Gewaltformen und untersucht die Herausforderung, die die Gewalt für die Sozialwissenschaften darstellt. Er bricht mit den klassischen Methoden der Soziologie, weil das Problem, dass die Gewalt aus einem Prinzip hervorgeht, welches dem Sozialen vorgelagert ist, mit den existierenden Erklärungsansätzen nicht erfasst werden kann. Dennoch ist seine Analyse eine zutiefst soziologische, da sie die Bedingungen beschreiben möchte, unter denen das Böse sich herausbildet, sich verbreitet, sich ausdrückt oder auf das es zurückgeht.



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