Demographischer Kollaps?

Was die Schweiz und die Welt erwartet

Von Moeckli, Silvano

Rüegger, 2011, 240 S., Broschur

ISBN: 978-3-7253-0976-4

28,50 €

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In der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts stehen die meisten hochentwickelten Staaten vor einer noch nie da gewesenen demographischen Herausforderung: die Stagnation oder gar Schrumpfung der Bevölkerung bei gleichzeitigem starken Anwachsen des Anteils älterer Menschen. Ganz anders präsentiert sich die Situation in vielen Staaten Afrikas und Asiens: Die Bevölkerung wächst weiter, sie ist relativ jung und perspektivlos. Droht den entwickelten Staaten ein demographischer und den weniger entwickelten ein ökonomischer Kollaps?

Dieses Buch zeigt auf, was die Schweiz und die Welt in den kommenden 40 Jahren erwartet. Zunächst werden die mutmassliche Bevölkerungsentwicklung der Schweiz, Europas und der Welt sowie die altersmässigen und kontinentalen Umschichtungen skizziert. In einem zweiten Schritt werden die möglichen Konsequenzen für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft umrissen. Werden die Renten noch finanzierbar sein? Wird es zu Spannungen zwischen den Generationen oder zwischen Einheimischen und Ausländern kommen? Ist eine ”Gerontokratie” (Herrschaft der Alten) zu befürchten? Ist der hohe Anteil junger Menschen in der wenig entwickelten Welt eine Gefahr für die reichen und „alten“ Gesellschaften? Der dritte Teil befasst sich mit möglichen Massnahmen: Was ist zu tun, um die Herausforderung zu meistern und unerwünschte Entwicklungen zu korrigieren?

Entgegen dem Mainstream vertritt der Autor die Ansicht, dass die demographische Herausforderung für die Schweiz in den kommenden Jahrzehnten bewältigbar ist. Mehr noch, sie ist – vor allem für die wachsende Zahl “junger Alten” – eine Chance für ein sinnerfülltes Leben. Er plädiert für eine Ablösung des Generationenvertrags durch einen allgemeinen Gesellschaftsvertrag. Viel stärkere Beachtung muss der realwirtschaftlichen Seite des Problems geschenkt werden, denn es genügt nicht, in den kommenden 40 Jahren möglichst viel Finanzkapital anzuhäufen. Friede und globale Stabilität sind ferner Voraussetzungen dafür, dass die immensen Kapitalien staatlicher und privater Versicherungen die erwarteten Erträge generieren. Keine Lösung gibt es indessen für die demographischen Probleme der Dritten Welt. Sie wird alt werden, bevor sie reich ist, und es gibt für sie keine Vierte Welt, aus der junge Menschen rekrutiert werden könnten. Aber auch für die Schweiz wird auf längere Sicht ein Dilemma immer stärker spürbar: Stoppt die Zuwanderung, steht die ökonomische Prosperität und die finanzielle Solidität der Sozialwerke auf dem Spiel. Geht sie ungebremst weiter, dann sind die natürlichen Lebensgrundlagen des Landes gefährdet.



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