Afrika im Wandel

Vdf, 2007. 296 S. m. Abb. 24 cm, Kartoniert

ISBN: 978-3-7281-3032-7

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Mitarbeiter: Hrsg. v. Thomas Bearth, Barbara Becker, Rolf Kappel u. a.

Afrika, bis vor anderthalb Jahrhunderten der unerforschte Kontinent par excellence, ist bis heute ein Rätsel geblieben, das in wesentlichen Belangen jenseits des europäischen Verstehenshorizontes angesiedelt ist. Ein Rätsel jedoch, das uns je länger, desto weniger gleichgültig sein kann, dessen geschichtlicher Weg mit dem Europas seit Beginn der kolonialen Epoche untrennbar verbunden ist.

In diesem Band kommen Fachleute zu Wort, die die Auseinandersetzung mit der vielschichtigen Realität Afrikas zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben, sei es als Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen - von Kunst und Literatur über Konfliktforschung und Gesundheit bis hin zur Wasserkraftnutzung -, sei es in der Rolle als Vermittler an strategischen Positionen der öffentlichen Meinungsbildung. Ziel des Bandes ist nicht die "Enträtselung" Afrikas, wohl aber - als bescheidener Schritt in dieselbe Richtung - die Erschliessung neuer Wege des Verstehens.

Die in der medialen Öffentlichkeit vorherrschende Wahrnehmung Afrikas als endemische Krisenregion wirft Fragen auf, die sich nicht nur an Afrika, sondern auch an uns selbst richten: Ist die Wahrnehmung Afrikas als defizitärer Kontinent nicht auch das Produkt einer defizitären Wahrnehmung, die weit in die uns mit Afrika verbindende Geschichte zurückreicht? Können wir uns die mentale und wirtschaftlich-politische Abkoppelung Afrikas und die daraus folgenden Wissens- und Verstehensdefizite in einer Welt, die uns täglich die globalen Interdependenzen in allen Lebensbereichen vor Augen führt, überhaupt leisten? Und wie verträgt sich die oft zu Tage tretende Unwissenheit über Afrika mit dem Anspruch einer sich vom Eurozentrismus emanzipiert glaubenden Wissenschaft.
In den Beiträgen dieses Sammelbands kommen Fachleute verschiedener Disziplinen zu Wort, die sich die Auseinandersetzung mit der vielschichtigen Realität und den Veränderungen unseres Nachbarkontinents zu ihrer Aufgabe gemacht haben, sowie namhafte Exponenten der öffentlichen Meinungsbildung. Das Themenspektrum reicht von Kunst und Literatur über Konflikt- und Wirtschaftsforschung bis hin zu Fragen des Gesundheitswesens.
Ziel ist nicht die restlose Deutung aller "Rätsel" Afrikas, wohl aber - als bescheidener Schritt in diese Richtung - die Erschliessung neuer Wege des Verstehens. Dazu gehört die Information über wenig bekannte Aspekte scheinbar vertrauter Probleme und deren Einordnung in globale Zusammenhänge und lokale Perspektiven. Dazu gehört aber auch die in der Auswahl der Referentinnen und Referenten zum Ausdruck kommende Erkenntnis, dass Verstehen den Dialog mit Afrika nicht erst ermöglicht, sondern voraussetzt.



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