Streifzüge am Rande Midgards

Geschichten aus meinem Leben

Von Storl, Wolf Dieter Dr.

Koha, 2014. 336 S. 190 mm, KT Maße: 12.1 x 19

ISBN: 978-3-86728-269-7

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Was wir heute "Natur" nennen, nannten die germanischen Völker "Midgard", Garten in der Mitte. Es ist der Wohnort für Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine, Winde und Wasser. Jenseits von Midgard ist Utgard, die Außenwelt. Dort wohnen die Riesen, Alben, Totengeister, Zwerge und oberhalb davon die Götter. Zauberer wir nennen sie heute Schamanen waren die einzigen Menschen, die befähigt waren, ungestraft die Regionen Utgards zu bereisen. Nicht aus Neugierde oder zum Vergnügen reisten sie über die Grenzen des Alltags und des alltäglichen Bewusstseins hinaus, sondern zum Schutz der Gemeinschaft, zum Auffinden heilender Kräfte oder zur Abwehr dämonischer Einwirkungen. In diesem Buch erzählt Wolf-Dieter Storl von persönlichen Erlebnissen mit Wesen, die ihm am Rande Midgards begegneten. Dr. Wolf-Dieter Storl, geboren 1942, ist Kulturanthropologe und Ethnobotaniker. Er wanderte 1954 mit seinen Eltern in die USA (Ohio) aus, wo er die meiste Zeit in der Waldwildnis verbrachte. Nach dem Studium der Botanik und Völkerkunde an der Ohio State Universitiy lehrte er als Dozent für Soziologie und Anthropologie an der Kent State University. 1974 promovierte er als Doktor der Ethnologie in Bern.
Seine zahlreichen Reisen und Feldforschungen prägten sein Denken und fanden ihren Niederschlag in vielen erfolgreichen Büchern. Wolf-Dieter Storl lebt seit 1988 mit seiner Familie auf einem Einsiedlerhof im Allgäu.

Autor/in:

Storl, Wolf Dieter Dr.

Wolf-Dieter Storl, geboren am 1.10.1942 in Sachsen, ist Kulturanthropologe und Ethnobotaniker. Als Elfjähriger wanderte er 1954 mit seinen Eltern nach Amerikan (Ohio) aus, wo er die meiste Zeit in der Waldwildnis verbrachte. Nach Grundschule und High School wollte er sich den Pflanzen widmen, schrieb sich als Botanikstudent an der Ohio State University ein, wechselte aber, vom Laborbetrieb angeödet, bald zur Völkerkunde (Anthropology). Nach dem Abschluss wurde er Assistent, dann Vollzeitdozent für Soziologie und Anthropologie an der Kent State University (Ohio). 1974 promovierte er als Fullbright Scholar zum Doktor der Ethnologie (magna cum laude) in Bern, Schweiz. Es folgten Lehrstellen am Institute for International Studies (Wien), am Rogue College (Oregon), am Seminaire pour la Formation de Socio-Therapeutes (Genf), als Gastdozent an der Universität Bern, als Visiting Scholar an der Benares Hindu University, als Lehrbeauftragter am Sheridan College (Wyoming). 
 
Es zog ihn immer wieder in ferne Länder, wo ihn besonders der Umgang der verschiedenen Kulturen mit der Natur interessierte. Die Reisen, sowie ethnographische und ethnobotanische Feldforschungen - in einer traditionellen Spiritistensiedlung in Ohio, in einer Camphill-Commune südlich von Genf, bei alteingesessenen Bauern im Emmental, bei Medizinmännern der Northern Cheyenne, bei Shiva Sadhus in Indien und Nepal - prägten sein Denken und fanden ihren Niederschlag in zahlreichen späteren Publikationen. Das erste deutschsprachige Buch, "Der Garten als Mikrokosmos" (als veränderte Neuauflage "Der Kosmos im Garten", AT-Verlag, 2001), eine "Blütenlese" seiner intensiven fünfjährigen Erfahrung als biodynamischer Gärtner, erschien 1984. 
 
Gärtnern, aber noch mehr die wilde, ursprüngliche Natur, die Wildpflanzen und Tiere, waren immer schon eine Quelle der Inspiration für ihn und formten seine Lebensphilosophie. Von den Cheyenne und anderen traditionellen Völkern in Asien und Afrika, sowie von den Überlieferungen und Erzählungen europäischer Bauern und Kräuterkundigen, erfuhr er viel über das Wesen der Pflanzen, über ihre "spirituellen" Dimensionen. Pflanzen sind für ihn nicht nur botanische Gegenstände, sondern haben,durch ihre Wechselbeziehung mit den Menschen, auch eine kulturelle, sprachliche, heilkundliche und mythologische Identität. Die traditionelle Pflanzenheilkunde der indigenen europäischen Waldvölker, der Kelten, Germanen und Slawen sowie des frühchristlichen Mittelalters, sind gegenwärtig sein Hauptinteressensgebiete. Diese Forschungen machen den Inhalt des Großteils seiner Bücher aus. Später kommen dann noch eher autobiographische Bücher hinzu, etwa, "Ich bin ein Teil des Waldes" (Kosmos 2005). Seit 1988 lebt er mit seiner Familie im Allgäu, streift durch die Wälder, gärtnert, schreibt Bücher und bietet einige Seminare an.



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