Diesem Letzten

Vier Aufsätze über die wichtigsten Prinzipien der Volkswirtschaft

Von Ruskin, John

Books on Demand, 2011. 184 S. 2 Farbabb. 210 mm, Kartoniert

ISBN: 978-3-8423-6103-4

11,90 €

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Vor ca. 150 Jahren verfasste John Ruskin zu Beginn der Industriellen Revolution mit Diesem Letzten eine der ersten Kritiken der Anfänge dessen, was wir heute gewöhnlich als Volks- und Betriebswirtschaft bezeichnen. Mit scharfem Verstand zeichnete er die Schwachstellen der aber offensichtlich vornehmlich auf die Mehrung von fragwürdigem Reichtum und Macht in den Händen einzelner ausgerichteten Wissenschaft der Oikonomia auf. Bereits damals erkannte er die zwangsläufig auftretenden sozialen und anderen Kollateralschäden der darin verankerten einseitigen Denkweise, die wir heute überall beobachten können. Von den moralischen Standards, die Ruskin als Voraussetzungen für eine dauerhaft funktionierende und nicht destruktive Volkswirtschaft erachtete, nehmen Redlichkeit und unternehmerisches Verantwortungsgefühl als wesentliche Eigenschaften eines ökonomisch und, wie wir heute sagen würden, ökologisch handelnden Individuums oder einer Gesellschaft einen hohen Stellenwert ein. Das wichtigste Produkt einer Volkswirtschaft ist ihm zufolge jedoch nur ein Wohlstand, der dem Leben aller dient sowie die Produktion von hochentwickelten und selbstbestimmten Seelen.Ruskins Werk beeinflusste seinerzeit die Denkweise großer Zeitgenossen. Mahatma K. Gandhi z. B. beschloss, sein Leben an den Idealen des Buches auszurichten. Da Ruskins kritische Schlussfolgerungen aus den Theorien von John S. Mill, David Ricardo und Adam Smith offensichtlich auch heute immer noch aktuell sind, erschien eine Neuübersetzung dieses leider im deutschen Sprachraum relativ unbekannten, obwohl zeitlosen und maßgeblichen Meisterwerks der Sozialkritik gerade vor aktuellen Hintergründen einer neuen Banken- und Wirtschaftskrise, von Korruption und immer wieder sichtbar werdender wirtschaftlicher Selbstbezogenheit sinnvoll. Erweitert wurde die Übertragung mit erklärenden und kommentierenden Anmerkungen sowie einem Vor- und Nachwort des Übersetzers. Letzteres nimmt insbesondere Ruskins ethische Ansätze auf, hinterfragt auch sie und versucht, sie in ein aktualisiertes Modell der menschlichen spirituellen Natur zu integrieren.



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