Hitze und extreme Trockenheit 2018

14. Juli 2018

Das ganze Land schwitzt und stöhnt, was wir aktuell erleben übertrifft sogar die extrem heißen Sommer 2003 und 2010. Für die Natur allerdings ist das eigentlich Schlimme der fehlende Regen: Vielerorts hat es irgendwann im April, oder im Mai das letzte Mal vernünftig geregnet. Gelegentliche Schauer bringen der Natur leider kaum etwas, da die Böden einfach zu hart sind, um das Wasser aufzunehmen, sodass es sogar leichter zu Überschwemmungen kommen kann.

Ist das noch normal oder schon Klimawandel? Müssen wir uns in Zukunft darauf einstellen, dass solche Sommer zur Gewohnheit werden?

Auswirkungen der Trockenheit

 

• Fischsterben: Im Rhein und vielen anderen Flüssen nähert sich die Flusstemperatur der kritischen Temperatur von 28 Grad, im Rhein wurden jetzt schon ein paar Mal über 28 Grad Celsius gemessen. Mehr Informationen zum Fischsterben finden Sie hier: HR-info, NRZ

• Baumsterben: Durch die anhaltende Trockenheit drohen viele Bäume, vor allem diejenigen, die jünger als 5 Jahre sind. Da die Jungbäume nicht so tiefe Wurzeln haben, kommen sie schlechter an Wasser. Da bundesweit jedes Jahr für ca. 500 Millionen € Neuanpflanzungen gesetzt werden, drohen Schäden an der Natur in Milliardenhöhe. Das hängt auch mit der verbreiteten Fichten-Monokultur zusammen. Die Fichte ist ursprünglich kein heimischer Baum, der nur flache Wurzeln schlägt, aber aufgrund seines schnellen und geraden Wuches weit verbreitet.  Außerdem ist der Wald allgemein aufgrund der Trockenheit stark durch Feuer bedroht. Mehr Infos zum Baumsterben finden Sie hier: tagesschau

Rechts: Buchtipp „Vom Wald in die Welt“ vom oekom Verlag.

Das sind nur zwei Beispiele für die zahlreichen Folgen des durch den Klimawandels mitbedingten Hitzesommers…

Was kann man gegen die Hitze machen?

 

Auch bei uns im Garten hat die anhaltende Hitze Auswirkungen: Äpfel sind extrem klein und frühreif, die Brombeerzeit ist schon vorbei und allerhand Früchte haben sich stark nach vorn verschoben. Sogar Feigen konnten wir schon ernten. Da wir nur vereinzelte Bereiche gießen, sind große Teile des Gartens annähernd versteppt.

Von Wasserknappheit sind wir in Deutschland noch relativ weit entfernt, von daher hilft es natürlich, möglichst viele Pflanzen zu bewässern. Vor allem Bäume im Stadtgebiet freuen sich über gelegentliche Duschen und können so gerettet werden.
Gegen die Hitze helfen zum Beispiel nasse Tücher, die vor offene Fenster gehängt werden. Durch die Verdunstungskälte kühlt die Temperatur im Raum so immerhin ein wenig ab. Generell gilt: viel Trinken, kalt duschen und möglichst nur im Schatten aufhalten!

Viele spannende Titel zum Thema Klima und Umweltschutz finden Sie HIER.


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