Es ginge auch anders, aber wir sollen weiter mit Glyphosat vergiftet werden

29. November 2017

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hat sich bei der EU-Abstimmung über die weitere Zulassung des Giftes Glyphosat nicht enthalten. Dies hätte er (auch gemäß Geschäftsordnung) tun müssen, da das Einverständnis der SPD nicht gegeben war. De facto hat er also die Entscheidung der Regierung nicht respektiert, und trägt nun die Verantwortung dafür, dass unsere Böden und die in unseren Breitengraden lebenden Organismen, sowie logischerweise auch wir Menschen auf Jahre hinaus weiter vergiftet werden.

Sollte dies so geschehen, auch gegen den Willen des Volkes und dessen Regierung? Wurde Herr Schmidt (oder/und andere, die ihm Druck gemacht haben) von Herstellern von Pflanzenschutzmitteln „gekauft“? Die FAZ schreibt dazu in Ihrem ArtikelNach Recherchen von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ war dieser Alleingang offenbar schon lange geplant. Ausführlicher noch hier.

Dies wäre ein Fall für Ermittlungsbehörden. Darüber hinaus sollte dieser Entscheid umgehend für nichtig erklärt werden. Die Regierung hat zum Wohle des Volkes zu handeln, was sie leider ohnehin schon oft genug nicht tut. Hier wäre es aufgrund der Uneinigkeit, ebendieser Regierung, und durch einen „nicht-Entscheid“ möglich gewesen die Umwelt und das Volk zu schützen. Sah man (wer?) hier die Interessen großer Multis als relevanter an, als die Volksgesundheit und die Artenvielfalt?

Glaubt man die Märchen, welche die offensichtlich gekauften Studien uns weiß machen wollen, dass Glyphosat weitgehend unschädlich sei? Wieso wird von der Politik (teils auch durch Subventionen) auf Ackergifte gesetzt? Es geht auch Ohne Gülle, Gift und Gene wie u.a. Silvio Hellemann in seinem Buch erklärt. Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen, zeigen die AutorInnen Ute Scheub und Stefan Schwarzer in dem Buch Die Humusrevolution (oekom-Verlag). Alternativen sind weithin allgemein bekannt. Die Bevölkerung will offensichtlich keine Ackergifte mehr (oder zumindest weniger davon).

Es ist skandalös.

A.B.


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